Vermischtes / Langenfeld, 03.02.2017

Unseriöse Spendensammler

Mehrere Anrufe aufmerksamer Bürger im Rathaus geben der Stadtverwaltung Anlass zur Warnung.

 

Verärgerung im Rathaus

Sammler, die nach eigenen Angaben für den Verein „Seniorenhilfe Nordrhein” tätig sind, waren nach Aussage des Referatsleiters Recht und Ordnung, Christian Benzrath, in Langenfeld unterwegs. Die Sammler baten an der Haustüre um finanzielle Unterstützung für ihre Arbeit und behaupteten, das Geld komme Langenfelder Sozialhilfeempfängern zugute. Eine aufmerksame Bürgerin hinterfragte die Sammlung eines Düsseldorfer Vereins ausgerechnet in Langenfeld, daraufhin wurde behauptet, man arbeite mit dem örtlichen Sozialamt zusammen. „Das ist schlichtweg falsch!”, ärgert sich der Referatsleiter für Soziale Angelegenheiten, Holger Hammer. Nachdem zum 31.12.1997 das sogenannte Sammlungsgesetz ersatzlos aufgehoben wurde, dürfen in Nordrhein-Westfalen heute ohne Genehmigung von jedermann Sach- und Geldspenden gesammelt werden. „Lediglich bei nachweislich betrügerischen Spendensammlungen liegt ein Verstoß gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung vor, gegen den eingeschritten werden kann”, erläutert Christian Benzrath.

Seriosität selbst beurteilen

Wer spenden will, ist nach seinen Angaben heute darauf angewiesen, die Seriosität der Spendensammlung selbst zu beurteilen. So gibt beispielsweise das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (Bernadottestraße 94, 14195 Berlin, www.dzi.de) Auskunft über die Arbeit und Seriosität humanitär-karitativer Spendenorganisationen. Die Namen der schwarzen Schafe sind aber den Namen der anerkannten und seriösen Organisationen oft zum Verwechseln ähnlich. Besonders im Bereich des Tierschutzes und vermehrt auch bei der vorgeblichen Förderung von Kindern oder Senioren sind unseriöse Organisationen am Werk, gegen die teilweise in Rheinland-Pfalz bereits Sammlungsverbote ausgesprochen wurden. „Anstelle von Spenden an der Tür kann man eine Spende per Banküberweisung der jeweiligen Organisation zukommen lassen. Dann kann der Spender vorher prüfen und sicher sein, dass sein Geld richtig ankommt und verwendet wird”, empfiehlt Benzrath. Die einschlägigen Spendenkonten kann man bei jeder Sparkasse oder Bank erfragen. Unseriöse oder verdächtige Sammlungen können auch beim Referat Recht und Ordnung unter Telefon 02173/7942300 oder per Email an ordnung@langenfeld.de gemeldet werden, damit zumindest über Öffentlichkeitsarbeit vor Neppern, Schleppern und Bauernfängern gewarnt werden kann.

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