Sport- und Yogalehrer Frank Sondermann und Marnie Sewcz vom Reha-Fachdienst der WZA (Werkstatt zur Arbeitsförderung), die den Teilnehmern des Yoga-Kurses einige Übungen präsentieren. Foto: Steinbrücker

Vermischtes / Langenfeld, 18.04.2011

Positives Körpergefühl vermitteln

Frank Sondermann führt Yoga-Kurse für Menschen mit psychischer Erkrankung durch.

 

Einheit, Harmonie

Es ist Donnerstag, 10 Uhr. In der WZA (Werkstatt zur Arbeitsförderung) in Langenfeld am Winkelsweg, einer Zweigwerkstatt der WFB GmbH für Menschen mit psychischer Erkrankung, finden sich mehrere Mitarbeiter/-innen zum Yoga-Kurs mit Frank Sondermann ein. Der Sportlehrer, der auch weitere Sportangebote wie das Walken in den WFB Kronprinzstraße und Lise-Meitner-Straße bereit hält, weiß, wie sich Yoga auch bei Menschen mit einer psychischen Erkrankung positiv auswirken kann. „Das Wort Yoga kommt aus dem Sanskrit und bedeutet Einheit, Harmonie“, erklärt er diesen Begriff. Dieses Übungssystem habe sich in Indien in Jahrtausenden entwickelt. Yoga sei heute wichtiger denn je, denn trotz der Zeiterscheinungen wie Informations- und Reizüberflutung, Zukunftsangst und der Zunahme chronischer Krankheiten werde von den Menschen Standvermögen, Flexibilität, Ausdauer, Konzentrationsfähigkeit und Mut verlangt.

Bauchatmung

„Kommen die Mitarbeiter/-innen zur Ruhe, fühlen sie sich wohl, und sie genießen auch die Anspannung, weil sie wissen, es kommt danach die Entspannung.“ Drei bis zehn Personen nehmen an den wöchentlichen Übungen teil, ab und zu sei auch ein Mann dabei. „Weil sich Menschen, die psychisch erkrankt sind, oft in ihrem Körper nicht wohl fühlen, möchte ich ihnen durch positive Gedanken ein positives Körpergefühl vermitteln“, sagt Sondermann. Die Übungen beginnen mit circa fünf Minuten Anfangsentspannung, danach folgt ein Body-Scan, angefangen bei den Füßen bis hin zum Kopf, bei dem alle Körperteile benannt werden, alles in Zusammenhang mit der richtigen Atmung. „Die ursprünglichste Atmung ist die Bauchatmung, sie hebt das Zwerchfell, und die Lunge bekommt dadurch mehr Sauerstoff und kann tiefer atmen, was gut für die Versorgung aller Organe ist.“ Sondermann kombiniert Yoga mit der progressiven Muskelentspannung nach Jacobson, auch progressive Muskelrelaxation genannt. Einigen Mobilisationsübungen für den Rücken, verbunden mit Atemübungen, folgen mehrere Yoga-Grundübungen. „Die Übungen sollten fließend sein und immer verbunden mit dem richtigen Ein- und Ausatmen“, betont der Sportlehrer. Zwischendurch sorge er immer wieder für eine Zwischenentspannung und schließe mit einer End- oder Tiefenentspannung ab, in der Regel nach Jacobson. „Dies ist eine Reise durch den Körper, als erdende, bodenständige Übung, die gleichzeitig eine Ausdehnungsmeditation für den Körper sein soll“, so Sondermann.

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