Römer-Museum birgt viele Schätze
LANGENFELD/MONHEIM. Der Lebenshilfe-Ortsverein Langenfeld/Monheim besuchte Haus Bürgel.
Jahresausflug
„Ich habe diesmal einen Ort ausgesucht, an dem wir etwas über die Römer erfahren“, begrüßte Karin Scharnofske-Meyer vom Ortsverein Langenfeld/Monheim der Lebenshilfe e.V. Kreisvereinigung Mettmann die mehr als 30 Gäste im Haus Bürgel. Mit Günter Schmitz und Nicole Dünchheim hatte sie zu einem erlebnisreichen Jahresausflug eingeladen. Unter der sachkundigen Führung von Hans-Jürgen Bücken wurde der Nachmittag dann auch keine Minute langweilig. „Wir interessieren uns für die Geschichte der Römer hier am Rhein“, begründete der ehrenamtliche Museumsführer sein Engagement, das er mit circa 35 bis 40 Personen in der „Interessengemeinschaft Urdenbacher Kämpe – Haus Bürgel e.V.“ teilt.
Fundamente erhalten
Das Anwesen hatte das Land NRW in den 80er Jahren mit der Auflage erworben, dass die Stadt Monheim einen Verein gründet, der die Verwaltung des Gutshofes und den Betrieb des Museums übernimmt. Haus Bürgel beherbergt nicht nur das Römische Museum; die Familie Reuter wohnt dort, züchtet Kaltblutpferde (Arbeitspferde für die Landwirtschaft), und der Bauernhof ist als Reiterhof begehrt. „Die Kaltblüter ziehen auch eine Hochzeitskutsche, die Sie gerade gesehen haben“, informierte Bücken. Außerdem befindet sich dort die Biologische Station Urdenbacher Kämpe. Am Hof kann man deshalb etwa Kräuter- und Pflanzenbeete aus verschiedenen Epochen betrachten, von der Eisenzeit über die Römerzeit bis zur Neuzeit, in der zum Beispiel Kartoffel und Erdbeere den Weg aus Amerika nach Europa fanden. „Hier war das Gräberfeld“, zeigt Hans-Jürgen Bücken auf eine Wiese, wo viele Grabbeigaben gefunden wurden. Professionelle Ausgrabungen gab es vor allem in den 90er Jahren mit Studenten der Universitäten Köln und Warschau. Dabei wurden vielfach Töpferwaren und Gegenstände aus Messing sowie Münzen gefunden. „Der Bauernhof Haus Bürgel ist bei Rheinhochwasser auch vom Wasser umgeben, das dann im Innenhof bis an die untersten Treppenstufen heranreicht“, berichtet Bücken. Die Pferde müssten in solchen Zeiten schon mal auf umliegenden Höfen untergebracht werden. Der Führer zeigte auch, wie das Castell ausgesehen haben könnte, denn die Fundamente der Mauern und Türme sind erhalten und ein Modell wurde danach erstellt.
„Alles so liebevoll gemacht“
Zu Beginn des Museumsbesuchs wurden die Gäste mit Kaffee und leckerem Kuchen bewirtet. Barbara Löffler und Wilma Schwitalski von der Interessengemeinschaft hatten eine gemütliche Kaffeetafel vorbereitet mit selbstgebackenen Kuchen. „Es ist hier alles so liebevoll gemacht“, fasste Ingrid Schmitz die Meinung der Lebenshilfe-Gruppe zusammen. (jste)
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