Politik / Langenfeld, 06.04.2012

„U3-Ausbau geht vor Transferleistungen“

Das geplante Betreuungsgeld ist nach Meinung der Langenfelder Liberalen abzulehnen.

 

„Nicht verständlich“

„Es ist für uns nicht verständlich, dass der geplante Ausbau der U3-Betreuung nicht rechtzeitig umgesetzt werden kann, aber gleichzeitig hohe Beträge in eine Leistung wie das Betreuungsgeld gesteckt werden sollen. Angesichts der weiterhin notwendigen Investitionen in entsprechende Kita-Plätze und den zu erwartenden zusätzlichen Kosten einer Betreuungsgeld-Regelung für die öffentlichen Haushalte erhält der Krippenausbau Vorrang vor einer solchen Alimentierung“, so die FDP Langenfeld.

„Interessanter Widerspruch“

„Eltern einen finanziellen Anreiz zu schaffen, damit sie staatliche Leistungen nicht in Anspruch nehmen, ist schon ein interessanter Widerspruch, den uns die Bundes-CDU mal erklären muss“, kommentiert Frank Noack das Betreuungsgeld. „Es wäre vergleichbar damit, dass die Stadt die Aktivitäten um die Wasserburg Haus Graven subventioniert und jedem Bürger dafür Geld bezahlt, Veranstaltungen im Kulturzentrum zu besuchen.“

„Reale Gefahr“

„Eine Leistung wie das Betreuungsgeld führt dazu, dass jenen Kindern die qualifizierte Betreuung in den Kitas vorenthalten wird, die diese für ihre Entwicklung eigentlich besonders benötigen. Wir sehen die reale Gefahr, dass das Betreuungsgeld dazu führen könnte, dass Familien aus bildungsfernen Schichten die Möglichkeiten der Betreuung ihrer Kinder in den Kitas nicht annehmen und damit den ersten wichtigen Baustein frühkindlicher Bildung nicht in Anspruch nehmen“, ergänzt Hans-Peter Büttgenbach. Bestätigt werde die Bedeutung des Kita-Besuchs nicht nur durch die OECD und den Städte- und Gemeindebund. Auch der Kreis Mettmann belege in seiner „Datensammlung Integration“, dass die Kinderbetreuung außerhalb der Familie den Spracherwerb der Kinder fördere. Es bestehe darüber hinaus ein Anreiz für jüngere qualifizierte Arbeitnehmer, vom Arbeitsmarkt fern zu bleiben. Dies nehme ihnen bei den zunehmenden Engpässen im Arbeitsmarkt die Möglichkeit, Einkommen zu erzielen und sich weiter zu qualifizieren. Selbstverständlich bleibe die Möglichkeit, Kinder selbst zu Hause zu betreuen, den Eltern unbenommen.

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